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Kloster Fürstenzell

Chronik des Klosters

Im Jahre 1272 kaufte der Passauer Domherr Hartwig den verödeten Hof "Zell" von den Chorherren von St. Nikola, um dem Orden der Zisterzienser ein Kloster zu stiften. Dieser Hof war in einer Urkunde des Klosters Vornbach aus dem Jahre 1130 erstmals genannt worden. Das Jahr 1274, in dem der Passauer Bischof Petrus die Errichtung einer Zisterzienserabtei gestattet hatte, gilt als das Gründungsjahr des Klosters Fürstenzell. Es lag am östlichen Rande des Herrschaftsbereiches der niederbayerischen Herzöge und genoss deren besonderen Schutz. So nannte sich das Kloster von Anfang an "Fürstenzelle" und durfte die Krone des Herzogs in seinem Wappen führen. 1334 weihte Bischof Dietrich von Passau die erste gotische Klosterkirche. Die Übernahme der Seelsorge in weiteren Pfarreien der Umgebung festigte bald die wirtschaftliche Grundlage des Klosters.

Ab 1473 durften die Äbte von Fürstenzell mit päpstlicher Erlaubnis bei feierlichen Gottesdiensten die bischöflichen Insignien tragen. Das Vordringen der Reformation führte in Fürstenzell zu einer langen Zeit des Niedergangs. Zu allem Unglück brannte 1622 die Klosterkirche nieder, und in den Jahren 1633/34 wütete hier die Pest. Eine glanzvolle Blütezeit begann im 18. Jahrhundert mit dem Neubau der Klosterkirche. Die Kirche, ein Hauptwerk des bayerischen Spätbarock, wurde unter der Mitwirkung bedeutender Ausstattungskünstler in den Jahren zwischen 1739 und 1748 errichtet. Während seiner höchsten Blüte wurde das Kloster jedoch im Zuge der Säkularisation 1803 aufgelöst. Anschließend konnte es von der Familie Wieninger erworben werden und gelangte im Jahre 1930 in den Besitz der Gesellschaft Mariens.

Die Maristenpatres errichteten 1931 eine Ordenshochschule und eröffneten 1948 das Maristengymnasium. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine rege Bautätigkeit ein. Fürstenzell erhielt 1950 ein Rathaus, 1953 eine evangelische Kirche, 1955 eine achtklassige Volksschule und 1962 ein Freischwimmbad. In den Jahren 1970/71 erfolgte der Neubau des Maristengymnasiums. Im Zuge der Gebietsreform wurden zwischen 1972 und 1978 die Gemeinden Altenmarkt, Bad Höhenstadt, Engertsham und Teile von Voglarn und Sandbach nach Fürstenzell eingemeindet. Aus Anlass der 900-Jahr-Feier der Pfarrei und der 700-Jahr-Feier des Klosters erhielt Fürstenzell im Jahre 1975 das Marktrecht verliehen. In den letzten Jahren investierte der Markt Fürstenzell erhebliche Summen in den Ausbau der Infrastruktur und die Sanierung des Ortskerns.

Seit AD 2005 erstrahlt der ehemalige Lustpavillion des Klosters Fürstenzell, das sogenannte Salettl, nach aufwendiger Restaurierung wieder im historischen Glanz. Mit AD 2006 hat sich der Förderverein Cella Principum der Wiederherstellung der ehemaligen Portenkirche des Klosters angenommen.

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